Sonderausstellung BauernkriegeMit „Heldentheater – Heldengeschichte(n)“ bringt das Museum Vogtturm frischen Wind in die regionale Erinnerungskultur – und stellt dabei eine ebenso einfache wie unbequeme Frage: Wer ist eigentlich ein Held?

Von 13. Mai 2026 bis Ende März 2027 widmet sich das Zeller Stadtmuseum jenen Figuren, die Geschichte geprägt haben – und jenen, die vielleicht zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. Im Zentrum stehen Helden und Heldinnen, ihre Taten und vor allem die Geschichten, die über sie erzählt werden. Dass Heldinnen und Helden keiner fixen Kategorie entsprechen, sondern ein Spiegel ihrer Zeit sind, zeigen Beispiele aus jüngerer Vergangenheit und Gegenwart.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Gedenkjahr „500 Jahre Bauernkriege“. Gerade die Salzburger und Pinzgauer Akteure sind heute kaum mehr präsent – ein Umstand, den das Museum bewusst aufgreift. Die Ausstellung blickt auch kritisch auf die Mechanismen der Geschichtsschreibung selbst. Schon in den vergangenen Jahrhunderten wurde mit Halbwahrheiten, Zuschreibungen und gezielten Deutungen gearbeitet – oft, um Ereignisse zu beschönigen oder Feindbilder zu schärfen.

Unterstützung erhält das Publikum von einem ungewöhnlichen Begleiter: Dem digitalen Nachtwächter „Isidor Kheill“, kurz „KI“. Als charmanter Erzähler bewegt er sich zwischen Faktenwissen und Hörensagen und führt die Besucherinnen und Besucher auf unterhaltsame Weise durch ein Spannungsfeld aus Wahrheit und Mythos.